Faire Pflegestufe

Frank Seidel

Der Autor. Und warum "Die faire Pflegestufe" entstand.

Frank Seidel, Jahrgang 1966. Nach dem Abschluß der Krankenpflegeausbildung im Jahr 1989 suchte er sich die verschiedensten Einsatzgebiete: Ambulante Pflege, HIV-Pflege, Einrichtungen für schwer Sehbehinderte sowie Körperbehinderte, Neurologie und internistische Intensivsation.

1998 kam ein Kontakt zum MDK Berlin-Brandenburg zu stande, der schließlich in einem Honorarvertrag als Gutachter zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit gemäß SGB XI mündete.
Die in den insgesamt sieben Jahren Gutachtertätigkeit gesammelten Erfahrungen und das Wissen aus den internen Fortbildungen gibt er nun seit mittlerweile sechs Jahren an betroffene Laien weiter:

Im Sommer 2004 fing er an, parallel zu den Begutachtungen auch beratend tätig zu werden. Der damalige Honorarvertrag des MDK schloß diesen Mix glücklicher Weise nicht aus.

Im Januar 2005 beendete Frank Seidel dennoch die MDK-Tätigkeit. Die Pflegeberatung machte wesentlich mehr Spaß, und es hatten sich auch bereits interessante Kontakte ergeben. Und zwar in Richtung einer Dozententätigkeit für Angehörigen-Pflegekurse. Um neben dem doch recht theorielastigen Beratungsalltag die Verbindung zur Praxis nicht zu verlieren, ist er in Teilzeit in der ambulanten Beatmungspflege tätig.

Für Hr. Seidel ist also seit mittlerweile 12 Jahren (Stand 2010) die Pflegeversicherung und vor allem die Begutachtung mit allen ihren Hürden und Feinheiten ein wesentlicher Teil des Berufs. Mal auf der einen Seite und mal auf der Anderen. Daher bekommen interessierte Menschen bei ihm praxisnahes Insiderwissen, und so mancher Angehörigen-Pflegekurs dreht sich mehr um das Thema MDK-Begutachtung als um alles andere.

Frank Seidel: "Diese Tatsache war auch die Initialzündung für "Die faire Pflegestufe". Sowohl in den Beratungen als auch in den Pflegekursen wird immer wieder deutlich, dass ein gewisses "Training" vor der Begutachtung oder die Hilfe beim Verfassen eines Widerspruchs sehr gerne angenommen wird.

Aber es zeigt sich genauso oft, dass sich die Pflegebedürftigen und natürlich auch deren Angehörige/Bekannte fragen, wie sie sich selbst helfen sollen, wenn beim nächsten Telefonat mit der Pflegekasse oder bei der erneuten Begutachtung nach dem Widerspruch kein Experte/in da ist, um ihnen zur Seite zu stehen.

Ich bin der Meinung, dass es dringend nötig ist, ein solides Basiswissen als Pflegebedürftige/r bzw. Angehöriger zu haben, wenn es um das "Unternehmen Pflegestufe" geht. Experten, die lediglich zu den ausgemachten Terminen zur Verfügung stehen - ja, die stehen eben nur dann zur Verfügung. Aber nicht zwischen durch...

Deshalb habe ich das "Faire-Pflegestufe" Videoseminar als Hilfe zur Selbsthilfe herausgebracht. Frei nach dem Motto " Gib dem Hungrigen Fisch, und er hat was zu essen. Bringe ihm das Angeln bei, und er hat nie Hunger."

Mein  Ziel ist es also, dass sich die Betroffenen mit ihrer Position behaupten können, und zwar mit den gleichen Mitteln, die auch den Gutachtern und der Pflegekasse zur Verfügung stehen. Beim "Unternehmen Pflegestufe" sollte jede Begegnung beider Seiten auf gleicher Augenhöhe stattfinden."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrem "Unternehmen Pflegestufe". Und für die Pflegepersonen noch ein wichtiger Rat: Achten Sie auf die Grenzen ihrer Kräfte!!!


Mit freundlichen Grüssen, Ihr Frank Seidel"






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